Angriffskrieg gegen Libyen

Erneut haben wir hilflos zugeschaut, wie der krieg ausgeweitet wird. Diesmal treffen die angriffe Libyen. Es ist eindeutig ein angriffskrieg, denn die unruhen in Libyen sind eine innere angelegenheit des landes. Der beginn der aggression wurde genau auf den achten jahrestag der invasion gegen den Irak terminiert.

Die bombardierung von Libyen trifft erneut ein land, welches sich nicht gegen die angriffe verteidigen kann, ganz zu schweigen von ernsthaften gegenangriffen gegen die angreifer. Die infrastruktur des landes soll massiv zerstört, und parallel dazu der bürgerkrieg eskaliert werden.

Was bleibt hier zu tun?

Was wir hier praktisch noch tun können sind blockaden gegen die militärische infrastruktur der NATO in Deutschland. Vor allem gegen die stützpunkte, einrichtungen und vertretungen der USA, sowie von Frankreich und England. Politisch sollten wir die bedingungslose ausweisung aller ausländischen truppen aus Deutschland fordern, sowie ein generelles verbot der militärischen nutzung des deutschen luftraumes.

Wichtig ist auch, protest gegen die besatzung von Afghanistan zu verstärken. Wir müssen gerade jetzt verstärkt den sofortigen, bedingungslosen abzug aller NATO truppen aus Afghanistan und Pakistan fordern, sowie den abzug der deutschen truppen aus allen auslandseinsätzen.

Auf welcher seite stehen wir? Bestimmung der fronten

Allzu deutlich wurden erneut die fundamentalen widersprüche innerhalb der ‚friedensbewegung‘ und die kriegstreiberische rolle der humanitären und sozialen globalisierer. Hier gilt es vor allem, die fronten klar zu definieren, und entsprechend zu handeln. Wer militärische einsätze gegen andere länder legitimiert, ist ein kriegstreiber. Legitimierbar sind nur eindeutige fälle von territorialer selbstverteidigung. Die verteidigung von Libyen gegen die angreifer ist sicherlich legitim, die angriffe gegen Libyen hingegen ein verbrechen.

Wir kennen unseren feind zur genüge, denn es ist unsere eigene gesellschaft. Von den NATO staaten erwarten wir nichts anderes als krieg und zerstörung. Seit hunderten von jahren haben sich die Europäer nicht geändert, haben den krieg zur grundlage ihrer lebensweise gemacht.

Wir wissen schon, das frieden mit den NATO staaten nicht möglich ist. Zur verteidigung ihrer machtpositionen und aufrechterhaltung ihrer lebensweise werden zerstörung und massenvernichtung weiter beschleunigt.

Frieden ist absehbar keine möglichkeit

Frieden ist im rahmen der herrschenden weltordnung nicht möglich. Diese weltordung wird dominiert von den Demokratisch Totalitären Gesellschaften (DTS). Das sind vor allem die USA, EU, Japan, aber auch andere von europäischen siedlern bestimmte staaten wie Canada, Australien, Israel. Demokratisch, weil es ihre politische organisationsform ist, totalitär, weil sie sich als am höchsten entwickelt ansehen und allen anderen ihre maßstäbe und prinzipien aufzwingen wollen, gesellschaften, weil es nicht nur um ihre regierungen und konzerne geht, sondern um ihre lebens- und denkweise.

Es gibt also keinen anderen weg, als den krieg anzunehmen und offensiv zu führen. Es geht darum, die konfrontation mit den verteidigern der sogenannten westlichen zivilisation zu suchen und sie woimmer möglich zurückzudrängen.

Unsere gesellschaft ist total kaputt

Alles, was ich über meine eigene gesellschaft gelernt habe, bestätigt die schlimmsten befürchtungen, das in unserer gesellschaft eine abkehr von einem auf gewalt und zerstörung basierenden leben nicht gewollt ist. Fundamentale veränderung von innen her, aus eigenem antrieb und bewegung, ist unmöglich. Der wesentliche grund dafür ist einfach: die große mehrheit will einfach nicht. Wir werden niemals freiwillig unsere positionen von privilegien und hegemonie verlassen.

Wir wissen genau, das unsere tage gezählt sind. Die sicherheit, das wir zukünftigen generationen eine stabile basis für ihr leben hinterlassen, ist verschwunden. Wir planen nicht mehr mit zeitlosen gewissheiten und verantwortlichkeiten, sind hilflos gefangen im strudel von wissenschaftsgläubigkeit und sachzwängen, angetrieben von niedrigsten motivationen wie konkurrenz, machtstreben und gier. Wie konnten wir jemals an einen so beklagenswerten und zynischen ort kommen?

Wo geld wichtiger ist als leben. Wo arbeitsplätze wichtiger sind als tätigkeiten. Wo gemeinschaften praktisch kaum noch existieren und einsamkeit zur normalität wurde. Wo kinder eine belastung sind und die alten in unserem alltag keinen platz mehr haben. Wo moral und tabus nur noch zeitgeistig temporär, diskutierbar und relativ angesehen und behandelt werden. Wo konsum und unterhaltung zum sinn des lebens vieler wurden. Wo wir glauben, nichts anderes tun zu können, als den weg weiter zu gehen, von dem wir schon wissen, daß er falsch ist.

‚The show must go on‘, oder auch ‚there is no alternative‘, das ist die vorherrschende mentaliät. Was für eine armseligkeit, oder einfach abgrundtiefe verächtlichkeit, zeigt sich in diesen sprüchen.

Alles kann in wenigen jahren, als katastrophe in wenigen tagen, völlig anders sein. Es gibt keine zukunft für eine lebensweise, die auf plünderung und zerstörung aufgebaut, und davon abhängig ist.