Wer auch immer ‚anerkannt‘ ist

Wir kennen das schon seit jahrhunderten: die kolonialisten suchen sich aus, wen sie als ‚legitime vertreter des volkes‘ ansehen. Diese können dann unterschriften leisten und der ‚legalität‘ genüge tun.

In den letzten jahrzehnten haben die Demokratisch Totalitären Gesellschaften (Democratic Totalitarian Societies – DTS) mit hilfe der UNO immer wieder damit gespielt. Zahlreiche ‚offizielle‘ regierungen konnten sich in ‚ihrem‘ land nur dank ausländischer besatzungstruppen aufhalten. Sie haben außerhalb ihrer so ‚gesicherten‘ enklaven keine kontrolle und sind als marionetten fremder interessen anzusehen. Andererseits gibt es faktische regierungen, denen allerdings die ‚anerkennung‘ verweigert wird.

Wen die EU und USA auch immer als ‚legitime vertreter des syrischen volkes‘ benennen, sollte von uns nicht anerkannt werden. Wir sprechen ihnen das recht ab, darüber zu entscheiden.

Für einige zeit, vor allem während des ‚Kalten Krieges‘, wurde der schein des ‚völkerrechts‘ aufrechterhalten. Inzwischen ist es zum bedeutungslosen gerede verkommen. Gewalt ist offen zur grundlage der herrschenden ordnung geworden.

Die menschen in Syrien interessieren die politiker in der EU und den USA kein bisschen. Ihnen geht es um die eigene machtausweitung. Sie bereiten sich auf die eroberung Syriens vor, die ohne massive NATO bombardierung und bodenunterstützung durch spezialeinheiten nicht gelingen kann. Die ‚rebellen‘ in Syrien sind vor allem koloniale hilfstruppen, die mit terroranschlägen und überfällen auf staatliche repräsentanten und einrichtungen Syrien im chaos und niedergang halten wollen.

Wer von der EU und den USA anerkannt ist, oder nicht, braucht uns nicht weiter zu interessieren. Aber die ereignisse der letzten wochen deuten darauf hin, daß sich die NATO zum sturm auf Syrien entschlossen hat und daß die konkreten vorbereitungen bald abgeschlossen sein werden.

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